Am zweiten Juli-Wochenende fand in diesem Jahr wieder das Festival der Kulturen im Großauheimer Lindenaupark statt. Dort waren neben vielen ortsansässigen Vereinen, auch die Pfadfinder Großauheim vertreten. Sehr leicht zu erkennen an den aufgestellten Schwarzzelten, dem Lagerfeuer und dem wehenden Lilienbanner, versuchten sie den Festivalbesuchern einen Einblick ihr Lagerleben zu gewähren.

Es wurden jede Menge Aktionen für Kinder, Jugendliche und Interessierte veranstaltet. Dazu zählten: Heringe schnitzen & Knoten erlernen, um am Ende ein Ein-Mann-Zelt (besser bekannt als „Kröte“) aufstellen zu können. Wer Lust hatte, konnte auch eine Brennstempel-Lilie auf ein Holzstück zum Umhängen gestalten. Zusätzlich bot ein breites Spieleprogramm den Kindern die Möglichkeit, sich in freier Natur auszutoben und dabei neue Bekanntschaften zu machen, während die Erwachsenen sich eine kleine Erfrischung gegen die Hitze genehmigen konnten. So wurden sämtliche Kinder auf dem Platz animiert sich anzuschließen.
Desweiteren gab es auf der Bühne des Festplatzes, von afrikanischen Tänzen über Comedy-Stücke bis hin zum interkulturellen Gottesdienst mit vier verschiedenen Religionen: Judentum, Buddhismus, Islam und Christentum, viel zu sehen. Zusammen feierten die Pfadfinder in Kluft und mit Banner dieses besondere Ereignis, genossen die Traditionen anderer Kulturen und nutzten die Gelegenheit zum Austausch im Anschluss. Mit Reggae-Vibes von Banjoory ließ man den Tag ganz entspannt im sehr bequemen Schweden-Stuhl dem Ende entgegen gehen.

An einem sonnigen Freitagnachmittag brachen die Pfadfinder Großauheim zu einem vielseitigen Pfingstabenteuer auf dem Buchschirm nach Hilders auf. Dort fand zum ersten Mal das Diözesanwochenend-Lager mit über 680 Pfadfinder und Pfadfinderinnen statt. Ganz nach dem Motto des DWL „In 80 Stunden um die Welt“ wurden die teilnehmenden Stämme immer zu Dritt als eine Siedlung ausgewiesen. Diese stellten die verschiedenen Kontinente: Antarktis/Nordamerika, Südamerika, Asien, Europa oder Australien dar. Beim internationalen Buffet am Sonntag werden die Kontinent-Zuteilungen noch von Bedeutung sein.

Mit Neugier auf das Unbekannte und hoffentlich warmen Klamotten im Gepäck wegen schlechter Wettervorhersagen kamen wir dort an und schlugen vor der allgemeinen Begrüßung die Schwarzzelte auf. Nach der Einführung für alle über den Ablauf und das Programm saßen die Stämme Shalom (Bruchköbel), St. Martin (Bad Orb) und St.Paul aus Großauheim noch gemütlich am Feuer beisammen. Schon in der ersten Nacht von Freitag auf Samstag gab es einen gewaltigen Temperatursturz, so waren alle am nächsten Morgen froh, um einen warmen Kaffee oder den traditionellen Wölfling-Kakao. Nach einem stärkenden Frühstück lernten alle den Lagersong „Gut Pfad ihr Pfadis“ kennen, um so erfolgreich in den Tag zu starten, der mit einer bunten Vielfalt an Workshops aufwartete. Für mögliche Zwischenfälle oder auch für verlorene Dinge stand das Lager-Notfall-Team zur Verfügung, wohingegen das Spiri-Zelt eher zur Besinnung oder einfach als Ruhepol diente. Die Workshops fanden die Kinder in den verschiedenen Kontinenten und reisten sozusagen einmal „in 80 Stunden um die Welt“. Abends nach dem Essen durften sich alle auf ein absolutes Highlight freuen, denn die Band „Bongarz“ gab für alle Pfadfinder und Pfadfinderinnen auf dem Buchschirm ein riesiges Konzert. Es wurde lauthals mitgesungen, getanzt, gelacht und natürlich auch richtig abgerockt/gefeiert. Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei. So vergingen die Stunden wie im Flug, sodass nach diesem aufregenden Event zufrieden noch einige Stunden Schlaf genossen, bevor es am Sonntag in aller Frische weiterging.

In den Tag starteten die drei Stämme Bad Orb, Bruchköbel und Großauheim mit einem sehr lustigen Warm-up und einer passend zu Pfingsten angehauchten Morgenrunde. Auf dem Programm standen am Sonntag die jeweiligen Stufenaktionen, die von den dazugehörigen Stufen-AK’s gestaltetet wurden. Dazu gehörte z.B. „Capture the Flag“ für die Jungpfadfinder, „80-Minuten-Aktion“ der Pfadfinder, wo beispielsweise eine Bank gebaut wurde oder eine Geburtstagsfeier auf der Spitze des Buchschirms mit den Rovern. An diesem Nachmittag waren die Kinder und Jugendlichen mit viel Spaß, Engagement und vollem Eifer dabei!
Ein feierlicher Gottesdienst mit Weihbischof Karl-Heinz Diez unter freiem Himmel schloss sich nahtlos an das Stufenprogramm an. Trotz einiger Schauer überstanden wir den Festakt und belohnten uns mit einem weiteren kulinarischen Höhepunkt auf diesem Lager: dem „Internationalen Buffet“. Dabei sollten die Stämme der unterschiedlichen Siedlungen bzw. Kontinente ein landestypisches Gericht vorbereiten. Alle gingen von Kontinent zu Kontinent (mit ihrem Tellern), um durch diese kulinarische Vielfalt ihren Gaumen zu verwöhnen. Mit dem Camp-Fire-Abend ging auch dieser Tag langsam zu Ende, obwohl an den wärmenden Lagerfeuern noch sehr lange die traditionellen Lieder gesungen wurde. Die Nacht senkte sich über den Buchschirm …
Der mit Aufbruchsstimmung durchsetzte Morgen ließ den Stämmen kaum die Zeit über die Abschiedsstimmung zu klagen. Stattdessen wurde sich gegenseitig beim Zeltabbau geholfen, um dann vor der Heimreise noch gemeinsam zu frühstücken. Am frühen Nachmittag kehrten auch die Pfadfinder aus Großauheim von einer abenteuerlustigen und sehr kompakten Weltreise zurück in ihre Heimat.

Georstag gefeiert trotz Wetterlicher Wiederstände
Auch in diesem Jahr fand wieder das alljährliche Fest zum Namenstag des Hl. Georgs bei den Pfadfindern Großauheim statt. Trotz vereinzelten Nieselregen ließen sich auch die anderen, Stämme aus der Umgebung, wie Frankfurt, Maintal und auch Steinheim nicht davon abhalten diesen großen Tag mit dem Stamm St. Paul zu feiern.

Am letzten Wochenede vor Heiligabend feierten die Pfadfinder in Großauheim ihre traditionelle Waldweihancht. Freitagabend trafen sich 24 Pfadfinder aus allen Stufen um die Weihnachtszeit zu begehen.