Nachdem eine Gruppe von polnischen Pfadfindern zuletzt Pfingsten 2013 zu Besuch war, stand vom 7. bis 17 August der Gegenbesuch in Rogalinek an.

Bei der Programmgestaltung wurde besonders darauf geachtet, dass gut gemischte Gruppen aus deutschen und polnischen Pfadfindern entstehen. Auch wurden im Vorfeld verschiedene Spiele und Aktionen geplant, die besonders darauf abzielten, aus verschiedenen Teilnehmern unterschiedlicher Herkunft eine Gruppe zu formen.

 

Am ersten Tag stand das Kennenlernen im Vordergrund. Diverse Spiele forderten dazu heraus, sich untereinander bekannt zu machen und sich die Namen der anderen einzuprägen. Der Tag endete mit fröhlichen Liedern und Gitarrenmusik am Lagerfeuer. Am zweiten Tag wurde die nächstgelegene Großstadt Posen besichtigt. Nach einer Stadtführung gings zum nahen See Malta. Dort wurde der Tag mit einigen Fahrten auf der Sommerrodelbahn beendet.

Der dritte Tag wurde genutzt, um das nahe Gelände zu erkunden. Ausgerüstet mit GPS-Geräten mussten in Kleingruppen verschiedene Stationen abgelaufen werden.
Die Freizeit am Nachmittag wurde von den Kindern auf verschiedene Weise wahrgenommen, besonders beliebt war dabei das Volleyballfeld.

Am vierten Tag stand etwas Neues auf dem Programm: Action Painting. Dabei musste eine Leinwand u. A. mit Nase, Ohr, Bauch oder Knie bemalt werden – was schließlich in einer „Farbschlacht" endete. Nachdem alle wieder sauber waren, wurde von der deutschen Gruppe eine lokale Spezialität präsentiert: Hessischer Handkäs mit Musik. Der Handkäs wurde von uns begeistert gegessen, während die polnische Gruppe wohl noch ein paar Lager braucht, um sich an den Geschmack zu gewöhnen.

Am fünften Tag stand eine Lagerolympiade auf dem Programm. Dabei mussten die Kinder auf der Slackline, an der Wasserbombenschleuder und bei vielen anderen Aufgaben ihren Teamgeist und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Der sechste Tag wurde komplett von einem Ausflug in den Kletterpark eingenommen. Gemeinsam mussten verschiedene Strecken und Stationen hoch in den Bäumen absolviert werden. Am siebten Tag wurden polnische Pfadfinder in Wrzesnia besucht. Nach einer Stadt- und Museumsbesichtigung wurden alle von den polnischen Pfadfindern mit Würstchen versorgt, die über offenem Feuer gegrillt wurden. Nach einer gemeinsamen großen Singrunde am Lagerfeuer wurde sich wieder für die Heimfahrt vorbereitet.

Der achte Tag wurde komplett von den polnischen Pfadfindern geplant und durchgeführt. So stand eine „Rundreise durch Polen" auf dem Programm. An verschiedenen Stationen mussten die deutschen Pfadfinder ihre Geschicklichkeit und Kreativität sowie ihr Wissen von Polen unter Beweis stellen. Nachdem der vorherige Tag von den polnischen Pfadfindern organisiert wurde, waren am neunten Tag die deutschen Pfadfinder an der Reihe, das Programm zu gestalten. Am Vormittag stand ein Deutschlandquiz auf dem Programm. Mittels einer großen Deutschlandkarte mussten verschiedene Fragen zu Deutschland beantwortet werden. Nachdem diese Aufgabe von allen gut gemeistert wurde, stand am Nachmittag ein klassisches Geländespiel auf dem Programm. Hier wurde die Gruppe durch eine Geschichte geführt, die durch verschiedene Aufgaben vorangetrieben wurde.

Am zehnten und letzten Tag stand leider viel zu schnell der Abschied an. Nach einer emotionalen Abschlussrunde machten sich die deutschen Pfadfinder mit vielen neuen Eindrücken auf den Weg Richtung Heimat. Und schon jetzt ist klar, durch die vielen gewonnenen Freundschaften war dies sicherlich nicht das letzte Lager mit der Pfadfindergruppe aus Polen.

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