Wie kann man als Pfadfinder eine Freundschaft besser pflegen, als gemeinsam auf ein Lager zu fahren.

Nach einem freudig aufgeregten Wiedersehen am Bahnhof, wo die Polnische Gruppe ankam, ging es am Freitag endlich auf Fahrt. Es ging auf den Zeltplatz der Burg Rieneck. In freudiger Erwartung konnten alle Kinder, Jugendliche und so mancher Leiter das Zusammentreffen kaum erwarten. So wurde munter auf der Hinfahrt überlegt wie die Polnischen Pfadfinder wohl sind und was für Abenteuer uns auf diesem Lager erwarten werden.
Auf dem Lagerplatz angekommen, hatte der Vortrupp bereits die Zelte aufgebaut, sodass es ans Einrichten der Zelte ging. Nach einem leckeren Abendessen verabschiedeten sich alle Kinder relativ schnell in ihren Schlafsack.

Für den Samstagmorgen stand einiges auf dem Programm, thematisch passend zur Burg auf der wir uns befinden: da ist das Abseilen vom Burgturm, wo die Kinder und Jugendlichen versuchen ihre Höhenangst zu überwinden und dabei über ihre Grenzen hinauszuwachsen; mit der Burg-Rallye konnten alle einmal die entlegensten Winkel erkunden und viel Interessantes dabei entdecken. Abends gestalteten die Jungpfadfinder der Pfadfinder Großauheim einen Impuls zum Pfingstereignis, das sie in ihrer eigenen Version vortragen und gestaltet haben. Im Anschluss folgte ein gemütlicher Abend am Feuer, wo wir abwechselnd mit unseren polnischen Freunden sangen.

Kaum war das Frühstück beendet, wurde der Teamgeist der ganzen Gruppe beim Katapult-Bau mit Stangenholz gefordert. Ziel war es als Erstes das Katapult einsatzbereit zu haben, es richtig auszurichten und mit der Wasserbombe das Gegner-Team nass zu spritzen. Bei dieser Aktion mischten wir deutsche und polnische Pfadfinder, wobei wir darauf achteten, dass immer einer zum Übersetzen dabei war – Dank an Jessi, Jimbo und Weronika! Selbst die „großen Jungs“ bekamen Gelegenheit sich mal so richtig Auszutoben. Das spornte alle Kinder zu einer großen Wasserschlacht auf dem Gelände an, wo mancher auch von einem Hinterhalt überrascht wurde. Für die abendliche Gestaltung stand etwas ganz Besonders an – ein Appell, den die polnische Gruppe mit uns einübte und durchführte. Hierbei meldet sich einer oder eine aus jedem Zelt auf Polnisch bei der Leitung. Das war gar nicht immer so einfach mit der sprachlichen Barriere, aber selbst unsere Kleinsten haben sich richtig viel Mühe gegeben und den ganzen Tag geübt.  Es ist wunderbar zu erleben, welche Traditionen unser Partnerstamm aus Posen hat – das macht diese Begegnungen immer wieder einzigartig. Beim gemeinsamen Lagerfeuer-Abend wurden die Kluften beider Länder vorgestellt und dessen Abzeichen erklärt, sowie nach polnischer Tradition zwei „Feuerwächter“ bestimmt. Die Atmosphäre war großartig und wurde noch zusätzlich mit gegenseitigen Gastgeschenken getoppt.

Es folgte der Pfingstmontag an dem die Wölflings-Stufe ihre Morgenrunde zur Wahrnehmung mit der Gruppe machte – sie sollte das Aufeinander achten, Mitmenschen helfen und die Natur achten vermitteln. Das war den Kleinsten sehr wichtig!
Das gesamte Pfingstlager auf der Burg Rieneck dürfte wohl allen Teilnehmern in Erinnerung bleiben, egal ob es die abwechselnden Essensrituale (Polen singen am Anfang; Deutsche machen ihren Essenspruch), das gemeinsame Rammbock-Spiel oder das Kennenlernen der anderen Sprache (wurde alles übersetzt) ist. Das alles schweißt einen zusammen und stärkt die gemeinsame Freundschaft untereinander enorm!

Mitte des letzten Jahres war es dann offiziell: Wir werden ausziehen! Bereits seit fünf Jahren haben sich die Gremien mit der zukünftigen Unterbringung unserer Gruppen beschäftigt und ein Konzept erstellt. Unsere Leiterrunde hat den Auszug organisiert und damit neben der Kerb, einem Sommerlager, einem Weihnachtsmarkt und einer Waldweihnacht im letzten halben Jahr unzählige Stunden aufgebracht und Beachtliches geleistet, was in einem Verein keine Selbstverständlichkeit darstellt.

Viele bewegte und bewegende Monate liegen hinter uns. Zum Ende des letzten Jahres haben wir dann ein letztes Mal die Tür des Alten Pfarrhauses abgeschlossen. Der eine oder die andere schaut wehmütig auf die letzten Jahre oder gar Jahrzehnte zurück. Viele lustige, ernste, prägende aber auch traurige Momente haben wir dort verbracht und sind dankbar für diese Zeit.

Um unsere Jugendarbeit in der Zwischenzeit weiter führen zu können, stellt uns die Pfarrgemeinde Räumlichkeiten im Pfarrzentrum Hl. Geist in der Waldsiedlung zur Verfügung, in denen wir uns auch schon ein wenig eingelebt haben. Dafür möchten wir der Pfarrgemeinde Danke sagen.

In den nächsten Jahren wollen wir dann ein eigenes Haus errichten, um die Stammesarbeit auch zukünftig zu sichern und den kommenden Generationen einen Treffpunkt in der Mitte Großauheims bieten zu können. Die Verhandlungen mit der Stadt Hanau über ein Grundstück im Spitzenweg dazu sind abgeschlossen, so dass die nächsten Schritte folgen können. Außerdem haben wir die Planungen intensiviert und einen ersten Grundriss eines neuen Pfadfinderhauses gezeichnet. Ein großes Vorhaben, aber wir sind zuversichtlich, dass wir diese Herausforderung auch mit der Hilfe von vielen Unterstützern meistern werden. Um unseren Traum Wirklichkeit werden zulassen, müssen wir auch noch eine ordentliche Geldsumme zusammenbringen. Mit Unterstützung der Stadtwerke Hanau haben wir Ende November einen ersten Spendenaufruf für unser Zukunftsprojekt ins Leben gerufen und bereits erste Erfolge verbucht und Siewerden uns nach dem Weihnachtsmarkt nicht zum letzten Mal mit unserem Spendenhaus gesehen haben.

Bis zu unserem 90-jährigen Stammesjubiläum im Jahr 2022 wollen wir dann vorerst ein letztes Mal umgezogen sein und uns vorrangig unserer pfadfinderischen Arbeit widmen.

Falls Sie uns bei unserem Vorhaben unterstützen möchten, können Sie das folgende Spendenkonto bei der Sparkasse Hanau nutzen:

Förderkreis Pfadfinder Großauheim e.V.

(IBAN) DE 49 5065 0023 0034 2513 30

 

Dafür herzlichen Dank im Voraus

Stefan Hampel

Erster Vorsitzender
Freundes-und Förderkreis der DPSG,
Stamm St. Paul Großauheim e.V.

Weihnachtsbäume, Weihnachtsmarkt und Friedenslicht – der Advent bei den Pfadfindern in Großauheim

Auch in diesem Advent bieten die Pfadfinder des Stammes St. Paul Großauheim der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) frisch geschlagene Weihnachtsbäume aus dem Spessart zum Verkauf an. Sie zeichnen sich aufgrund ihrer geringen Transportwege und des nachhaltigen Anbaus besonders aus.
Im Alten Pfarrheim an der Jakobuskirche (Pfarrgasse 2, Großauheim) werden die Weihnachtsbäume am Samstag, dem 8. und 15. Dezember, zwischen 9 und 13 Uhr verkauft sowie am 16. Dezember ab 13 Uhr auf dem Großauheimer Weihnachtsmarkt rund um die Alte Schule. Auf Wunsch werden die Bäume nach Hause geleifert. Beim Kauf eines Baumes lassen sich Liefertag und ungefähre Lieferzeit erfragen.
Auf dem Großauheimer Weihnachtsmarkt wird die „Gute Stubb“ der Pfadfinder ein besonders warmes und gemütliches Plätzchen zum Ausruhen bieten. Mit Gegrilltem und Kräuterbaguettes vom Verkaufsstand und leckerem Tschai lässt es sich da durchaus aushalten!
Gegen 18.00 Uhr wird auf der Bühne des Weihnachtsmarktes das Friedenslicht von Betlehem weitergeben. Es geht um die kleine Flamme, die im Advent, ausgehend von der Betlehemer Geburtsgrotte Jesu, von Pfadfinderinnen und Pfadfindern als Zeichen der Sehnsucht nach und Hoffnung auf weltweiten Frieden an unzählige Menschen in Europa und darüber hinaus weitergegeben wird.
Mit jedem verkauften Baum sowie allen Einnahmen aus dem Weihnachtsmarkt bestreiten die Pfadfinder unmittelbar die Finanzierung ihrer Kinder- und Jugendarbeit.

Die Lagersaison bei den Pfadfindern kann beginnen.

Wenn Pfadfinder Zelten gehen dann ist das etwas anderes als der normale Campingurlaub. Unsere Zelte haben Feuer im Herzen, sind Strumerprobt und bringen uns zuverlässig durch jedes Abenteuer.

Da aber der Aufbau ein wenig Übung erfordert haben bei besten Frühlingswetter die Junpfadfinder sich darin geübt eine Kohte aufzubauen.

Das nächste Lager kommt bestimmt.........